Dienstag, 26. März 2019

HERZLICHE EINLADUNG ZUM VORTRAG

Die Teilung Deutschlands und der Kalte Krieg 1945 bis 1949 

MIT DISKUSSION VON Prof. Wolfgang BENZ,
Gedenkstätte Potsdam, ehem. K G B-Gefängnis, Leistikowstraße 1

am Mittwoch, 27. März 2019: 17 Uhr - Führung durch das Haus.
                                           18 Uhr - Vortrag und Diskussion

mit Dr. Richard Buchner als Gesprächspartner - anschließend offene Diskussion


Prof. Wolfgang Benz – ein exzellenter Kenner der deutschen Geschichte (seit 1933 bis heute) und Antisemitismusforscher von internationalem Rang – hat ein neues Buch zur Teilung Deutschlands geschrieben: >Wie es zu Deutschlands Teilung kam. Vom Zusammenbruch bis zur Gründung zweier Staaten in Deutschland.< (dtv 2018). Unsere Gedenkstätte als „Lernort für Demokratie“ - hier mit einem Streitgespräch zu den Ursachen der Teilung Deutschlands: Als hervorragender Experte für die Deutschland-Politik der Westlichen Alliierten stellt Prof. Benz in einem Impulsreferat den Prozess der Teilung dar: Das Scheitern der Kooperation der Kriegs-Allianz zwischen den U S A, der Sowjetunion und Großbritannien seit 1945 als Ursache für die Teilung Deutschlands. Die ökonomische Spaltung ging der politischen Teilung voraus. Die Sowjetunion habe auf die west-alliierte Politik „nur reagieren können, auf Bizone, Marshall-Plan, Währungsreform und die Staatsgründung in Bonn.“  Früh schon schwanden bei den West-Alliierten die Hoffnungen, mit der Sowjetunion zu tragfähigen Kompromissen zu gelangen. Dann hätten die West-Alliierten Fakten geschaffen – die Gründung eines Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe    R G W (Comecon) und die Aufnahme der DDR auch in den Warschauer Pakt (1955/56) seien nur „logische Reflexe“ auf die Anfänge west-europäischer Kooperation (die Montanunion als erste Keimzelle der heutigen Europäischen Union) und auf die NATO-Gründung 1952 gewesen.

Unter Bezug auf die Realität hier in dieser Gedenkstätte wird Dr. Buchner die Frage nach der Rolle des stalinistischen Terrors für die Teilung Deutschlands und die Gründung eines „Ostblock“ stellen. Mit spezifisch stalinistischem Terror betrieben Stalin und sein NKWD-Chef Bérija die Ausschaltung aller Kräfte, die sich dem Gesellschafts-Modell der Sowjetunion und den lokalen Kommunistischen Parteien (genannt Sozialistische Einheitspartei S E D oder Vereinigte Polnische Arbeiterpartei) nicht unterordnen wollten. Manche patriotisch gesinnte Kommunisten in Polen oder in Deutschland haben damals an die ökonomische und  politische Überlegenheit des sowjetischen Modells (oder eines „deutschen Wegs“ zum Sozialismus) geglaubt. Doch erst nach Stalins Tod wurden Hunterttausende Gefangene aus dem GULAG befreit: Russen und Ukrainer, Polen und Belorussen, Litauer oder Letten – und auch Deutsche.   
                     

Führung durch den Park Pfingstberg (Villa Henkel) am 6.4.2019

Sehr geehrte Mitglieder,
wie angekündigt findet die Führung am Park Pfingstberg nach der Neugestaltung durch Herrn Döpfner am Samstag den 6. April um 16:30 statt. Der Treffpunkt ist zwischen Lepsiushaus und Fonatearchiv am Parktor.

Quelle Google Maps


Samstag, 16. Februar 2019

Internationaler Museumstag (19. Mai 2019) - „Museen - Zukunft lebendiger Traditionen“


Zum vierten Mal bereitet die Initiative „Kultur am Pfingstberg“ zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 19. Mai ein umfangreiches Programm entlang der Großen Weinmeisterstraße vor. 2019 jährt sich der Abzug der russischen Truppen zum 25. Mal. Aus diesem Anlass soll der thematische Schwerpunkt  in diesem Jahr auf dem „Abzug der Roten Armee 1994“ aus dem "Militärstädtchen Nr. 7“ liegen.

Dazu bereitet die Initiative eine Open Air-Fotoausstellung im ehem. „Militärstädtchen Nr. 7“ vor. Das Einverständnis der Eigentümer vorausgesetzt, sollen an den Gartenzäunen historische Fotos (nur Außenansichten) aus der Zeit des Abzugs (1992-1996) oder unmittelbar danach gezeigt werden.

Der Verbund „Kultur am Pfingstberg“ hat bereits ein großes Konvolut an Fotos und Dokumenten, das jedoch nur einen Teil des in Frage stehenden Areals abdecken könnte. Wir würden Sie deshalb bitten, die Mitglieder des Nachbarschaftsvereins anzusprechen, ob sie entsprechende Fotografien und Dokumente bzw. Objekte für diese Schau zur Verfügung stellen könnten, die schon einmal in Ihrer Ausstellung von 2003 gezeigt worden waren.

Wir bereiten im Augenblick ein Rundschreiben an die Anwohnerinnen und Anwohner vor, das wir Ihnen baldmöglich zusenden.


*) In der Initiative „Kultur am Pfingstberg“ arbeiten seit 2016 folgende Einrichtungen zusammen:

*    Evangelische Pfingstgemeinde
*    Förderverein Lepsiushaus
*    Förderverein Pfingstberg in Potsdam e. V.
*    Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße
*    Gesellschaft der Freunde und Förderer des Theodor-Fontane-Archivs e. V.
*    Theodor-Fontane-Archiv / Universität Potsdam
*    Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg