Mittwoch, 25. Juli 2018

Festveranstaltung am 23.8.2018 im KGB Gefängnis






Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus


Programm
Begrüßung: Gisela Rüdiger, Gedenk- und Begegnungsstätte eh. KGB-Gefängnis e.V.
Grußwort: Dr. Maria Nooke, Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur 

„Die allzeit bedrohte Freiheit“
Festvortrag: Prof. Dr. Hans Joachim Meyer Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst a.D., Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken 1997-2009
Varoujan Simonian, Violine

N. Paganini op.1. Caprice Nr. 24, J.S. Bach, Partita 2. d-moll BWV 1004, Sarabande, J.S. Bach, Partita
1. h-moll BWV 1002, Sarabande 


Im Anschluss daran laden wir Sie herzlich zu Getränken und einem Imbiss ein.
Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins in Kooperation mit der „Fördergemeinschaft Lindenstraße 54“

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Nachdem das Europäische Parlament die Errichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert mit übergroßer Mehrheit seiner Abgeordneten gefordert hat, bestimmte die OSZE 2009 den 23. August zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Natio- nalsozialismus und Stalinismus“. 

Der Gedenktag wurde 2008 in der „Prager Erklärung“ vorgeschlagen. Vaclav Havel und Joachim Gauck gehören zu den Unterzeichnern der Erklärung. 

Er wird seitdem vor allem in den ehemals von der Sowjetunion beherrschten Ländern begangen. In diesen Ländern war es bis 1989 verboten, an die Verbrechen des Kommunismus der Stalinära und danach zu erinnern. Auch das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus war von der herrschenden Partei vereinnahmt worden. Zivilgesellschaftliches Enga- gement war nicht erwünscht. So wurde 1983 eine Gedenkfeier Jugendlicher zur Erinnerung an die Zer- störung der Potsdamer Synagoge 1938 durch Polizei und Staatssicherheit gewaltsam aufgelöst. 

In der Pressemitteilung des Europaparlamentes heißt es zum 23. August als Gedenktag: “ Die Erinnerung an die tragische Vergangenheit Europas müsse wach gehalten werden, um die Opfer zu ehren, die Täter zu verurteilen und die Fundamente für eine Aussöh- nung auf der Grundlage von Wahrheit und Erinne- rung zu legen. Ohne Erinnerung und Wahrheit kön- ne es keine Aussöhnung geben. Der 23. August solle daher zum europaweiten Gedenktag für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime ausgerufen werden. Dieser Tag solle in Würde und unparteiisch begangen werden.“

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