Dienstag, 24. Mai 2016

Zeitzeugengespräche am 25.5.; 3.6. und 29.6.2016


Konstantin Münz 

Geboren im GULAG Kasachstan -
Deutsche Kommunisten in der Sowjetunion
(1936 - 1953/56)
Mittwoch, 25. MAI 2016  (NEUER Termin, kurzfristig getauscht aus privaten Gründen)

in der Gedenkstätte Potsdam, Leistikowstraße 1
-       17 Uhr - Führung durch das ehem. KGB-Gefängnis (Richard Buchner)
-       18 Uhr – Zeitzeugen-Gespräch – mit Diskussion

Moderation:  Dr. Richard Buchner,
(Deutsch-Israelische Gesellschaft / MEMORIAL / Vorstand des Gedenkstätten-Vereins)

Deutsche Kommunisten sind seit 1933 vor der NS-Diktatur in die Sowjetunion geflohen. Doch 1936 werden Trotzki, Kamenjew und Sinowjew zum Tode verurteilt – Justizmord. Eine antisemitische Hexenjagd gegen „Trotzkisten, Zionisten und Kosmopoliten“ beginnt. Viele deutsche Kommunisten – Juden oder Nicht-Juden – verschwinden im GULAG, andere werden einfach erschossen. - 1953, acht Jahre nach dem Sieg über das NS-Reich, ein bitter kalter Winter im GULAG in Kasachstan: Überleben in einem Erdloch zwei Meter unter der Erde, oben ein Meter Schnee. Da beginnt die Mutter herzzerreißend zu weinen. Es ist der 5. März 1953. Stalin ist tot. - Erst nach der Erschießung des Geheimdienst-Chefs Bérija im Dezember 1953 werden Millionen Zwangsarbeiter aus der GULAG-Ökonomie befreit: Polen und Ukrainer, Juden, Litauer, Belarussen und auch Deutsche. - Wird es jüdischen Kommunisten aus Deutschland gelingen, in der D D R eine neue Heimat zu finden, ihr Berufsziel  zu verwirklichen, eine Familie zu gründen? Rehabilitierung nach 1956 in der Ära Chruschtschow. - Am 9. November 1989 fällt die Mauer. Vor der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße tut sich die Erde auf: Eine S-Bahn-Station, seit 1961 verschlossen. Plötzlich liegt die Synagoge – und nachfolgend das Centrum Judaicum – in der Mitte Berlins.
Wie findet ein vormals „gläubiger“ Kommunist den Weg zum jüdischen Glauben und zu aktivem Engagement in der jüdischen Gemeinde?
Konstantin MÜNZ, geboren im Gulag Kasachstan, berichtet über das abenteuerliche Schicksal seiner Familie.

Überzeugen Sie sich von unserer Arbeit für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie!
Die WÜRDE DES MENSCHEN ist unantastbar, ist unteilbar, ist universell.

Demnächst:

Freitag, 3. Juni,      16 Uhr: Führung durch die Gedenkstätte (Dr. Buchner)

17 Uhr: Talkrunde: Frühe Orte des stalinistischen Terrors im Land Brandenburg
                       -     Dieter Dombrowski MdL, Vors. der Union der Opferverbände UOKG
-         H-J. Krüger, MdA, Vors. der AG Lager Sachsenhausen 1945-1950
-         E. Fichtmüller, IG Lager Ketschendorf, Superintendent i. R.
-         Margot Bonk, Zeitzeugin, Vorstandsmitglied des Gedenkstätten-Vereins

                                      Moderation: Dr. Richard Buchner


MITTWOCH, 29. JUNI 2016:
                (Neuer Termin; getauscht, statt des 25. MAI 2016):
                                     17 Uhr: Führung durch die Gedenkstätte (R. Buchner)
                                    
                                     18 Uhr: Zeitzeugen-Gespräch:
                                Einmal Workutá und zurück:

                                Zeitzeugen-Gespräch mit Günter MARTINS

Günter Martins, Jg. 1931, wird 1951 wegen Waffenbesitz und angeblicher „Spionage“ verurteilt zu 15 Jahren GULAG Workutá. Wie kann man 15 Jahre Zwangsarbeit im Kohleschacht überleben - nördlich des Polarkreises, bei Eiseskälte (minus 30 – 45 Grad Frost)? Doch am 5. März 1953 stirbt Stalin – es öffnen sich die Stacheldraht-Verhaue der GULAG-Ökonomie. Wird es Günter Martins in der D D R gelingen, einen Beruf zu ergreifen, eine Familie zu gründen? Rehabilitiert 1996 durch den Generalstaat der Russischen Föderation.

Moderation: Gisela Kurze und Richard Buchner



An die Redaktion Potsdam der P N N,

sehr geehrte Damen und Herren,

                ganz herzlich danken wir Ihnen für die hervorragende Berichterstattung Ihrer Zeitung zu unseren Zeitzeugen-Gesprächen am 16. März und am 18. April 2016.

                Auch das ZZ-Gespräch mit Günter Martins, Jg. 1951, wird sicherlich hoch interessant.
                Nun bitten wir Sie, auch diesen Termin Ihren Lesern 2 – 3 Tage vorab anzukündigen.
            Wenn Sie den Zeitzeugen erneut die Ehre erweisen werden, über das Gespräch am 25. Mai

Montag, 4. April 2016

Kranzniederlegung zum 70. Jahrestag der Erschießung drei Potsdamer Schüler


Erschossen in Potsdam

Gedenktag am 18. April 1946 / 2016

zum Todesurteil gegen vier Schüler -
nur der Jüngste wurde „begnadigt“

Montag, den 18. April 2016 in der Gedenkstätte:

16 Uhr: Führung durchs Haus (Buchner), Büchertisch und Gespräche (Frau Kurze)

17 Uhr: kurzes Zeitzeugen-Gespräch mit Margot Bonk und Andreas Schlüter.

Im Dezember 1946 werden vier Schüler eines Gymnasiums in Potsdam verhaftet, weil sie den damals „freiwilligen“ Russisch-Unterricht geschwänzt hatten. Sie werden an den sowjetischen Geheimdienst denunziert. Der beschuldigt die 16-Jährigen der antisowjetischen Agitation und konstruiert einen „Werwolf“-Verdacht. Vier Todesurteile. Am 16. April werden drei Schüler aus dem Gefängnis Leistikowstraße abgeholt und an bis heute unbekanntem Ort erschossen. Nur der Jüngste (damals 15) wird zu Zwangsarbeit „begnadigt“, überlebt in Gefängnissen der DDR und lebt heute hochbetagt in Potsdam. - Frau Bonk berichtet als die kleinere Schwester über ihren 1946 erschossenen Bruder. Andreas Schlüter berichtet als Enkel des „begnadigten“ Hermann Schlüter über dessen Schicksal:
Moderation: Gisela Kurze und Dr. Richard Buchner

18 Uhr          Kranzniederlegung zum 70. Jahrestag
der Erschießung der drei Potsdamer Schüler,
an den Gedenktafeln an der Mauer des authentischen Ortes - mit Vertretern der demokratischen Öffentlichkeit in Brandenburg und der Opferverbände des stalinistischen Terrors. Wir gedenken aller unschuldigen Toten – und jener Menschen, die wegen Widerstands gegen die sowjetische Diktatur zu Tode gebracht wurden. Im NKWD-Lager Sachsenhausen starben 1945 – 1950 von     60 000 Inhaftierten etwa 12 000 oder jeder Fünfte. Im NKWD-Lager Ketschendorf starben in nur 2 Jahren (1945-47) über 4 000 Inhaftierte oder fast jeder Zweite. 
Wir freuen uns, wenn Sie zu diesem Gedenktag kommen. Wir bitten Sie, Blumen oder ggf. Kränze mitzubringen.         
 Gedenkstätten-Verein und Memorial Deutschland.(Richard Buchner)  

Mittwoch, 9. März 2016

Veranstaltungen des ehemaligen KGB Gefängnisses


Zeitzeugengespräch am 16. März 2016

Mein Vater als Häftling im KGB-Gefängnis in Potsdam und im GULAG Taischet in Ost-Sibirien, Region Baikal-See"

Zeitzeugen-Gespräch mit       Hubertus Venzlaff    aus Freienwalde / Berlin.
Am Mittwoch, 16. März 2016 in der Gedenkstätte:
17 Uhr: Führung durchs Haus (Buchner), Büchertisch und Gespräche (Frau Kurze)
18 Uhr: Zeitzeugen-Gespräch 
Moderation: Gisela Kurze und Karen Plate-Buchner
Am 23. November 1950 wurde Johannes Venzlaff (Jg. 1882) verhaftet. Quälende Ungewissheit – wann wird die Familie erfahren, dass der Vater zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und ins GULAG Taischet in der Region nördlich des Baikal-Sees deportiert worden ist? Herbst 2 0 1 5: Der Sohn besucht die Gedenkstätte Potsdam, ehem. KGB-Gefängnis. Völlig überrascht erfährt er, dass sein Vater in diesem Haus nächtlichen Verhören ausgesetzt war. War der Vater ein Spion – hat er Widerstand gewagt gegen die stalinistische Diktatur in der SBZ-DDR? - Trotz seines hohen Alters hat Joh. Venzlaff das GULAG Taischet überlebt. Wegen schwerer Krankheit wird er – nach dem Tod Stalins und nach der Erschießung Bérijas (1953) - im Januar 1954 in die DDR entlassen. Doch in Oranienburg besteigt er die S-Bahn nach West-Berlin. - Was hat der Sohn Dr. Venzlaff über das Schicksal seines Vaters zu berichten?

Samstag, 5. März 2016

Benefizkonzert mit Constanze Beckmann am 11. März

Liebe Nachbarn,
ich möchte Sie auf ein Konzert von Constanze Beckmann hinweisen, die wieder in Potsdam zu Gast ist.

Benefizkonzert Klassik unter dem Atlas

für die Restaurierung des Gemäldes “Alter Markt” von Johann Wilhelm Gottfried Barth

Freitag, 11. März, 19 Uhr im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam


Hier können Sie sich anmelden:
https://wirtragen.wordpress.com/benefizkonzert-klassik-unter-dem-atlas/

PROGRAMM
Constanze Beckmann – Piano
Atis Bankas – Violine
Damien Ventula – Cello
spielen
Joseph Haydn | Zigeunertrio in G Dur Hob. XV
Jörg Widmann | Passacaglia für Klaviertrio
Ludwig van Beethoven | Erzherzogtrio
Eintritt: 17 €














 

Montag, 8. Februar 2016

Position zum Thema Pfingstberg

  1.  Erarbeitung eines tragfähigen Kompromisses
    Für die Wiederherstellung des Parks der Villa Henckel sollte nun endlich zwischen der Stadt und der Bürgerschaft Potsdams einerseits und der Stiftung Schlösser und Gärten und der M. D. Gesellschaft andererseits nun nach seit nahezu zweijähriger Diskussion in naher Zukunft eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. 

  2. Denkmalgerechte Wiederherstellung und Sicherheitsaspekte
    Nicht nur aus Sicht der Nachbarschaftsinitiative ist die denkmalgerechte Wiederherstellung des Parks (gärtnerische Gestaltung, Wegeführungen, Wasserspiele, Pavillon, Villa Schlieffen, äußerer Zaun) und der als Einheit erlebbare Park die Grundlage dieser Einigung. Der denkmalgerechte Zaun ergänzt während der Nachstunden zudem die Sicherheit, die für Herrn Döpfner gefordert ist.
Die Wiederherstellung des Gesamtparks einschließlich Wasserteich, Pavillon und Villa Schlieffen und die Pflege des Parks obliegt der M. D. Gesellschaft. Die Frage der Aufsicht und Sorge für die Sauberkeit des Parks ist zwischen Stiftung, MDB Vermögensverwaltungs GmbH und Stadt zu klären. Verantwortlich könnte aus unserer Sicht die MDB Vermögensverwaltungs GmbH sein.
  1. Erlebbarkeit der Parkanlage für die Bürgerinnen und Bürger
    Die Öffentlichkeit hat während des Tages Zutritt zum lt. B-Plan 48 öffentlich gewidmeten Parkteil. Nachts ist der Park, wie die anderen Parks auch, für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der genaue Verlauf des inneren Zauns - Gegenstand der bisherigen heftigen Debatten und Auseinandersetzungen - hat aus unserer Sicht eine untergeordnete Bedeutung. Die Sicherheit ist durch den äußeren Zaun gegeben. Eine optimale Lösung innerhalb des Parks wäre es, bei uns offenbar nur schwer realisierbar, wenn es nach englischem Vorbild überhaupt keinen inneren Zaun gäbe, sondern lediglich auf den zur Villa führenden Wegen den Hinweis: "Privat. Bitte nicht weitergehen". Da das zur Zeit in diesem Fall (noch) nicht möglich ist, sollte der Zaun zwischen dem im privaten Besitz befindlichen und dem öffentlich gewidmeten Teil ein unauffälliger, niedriger Maschendrahtzaun sein, dessen Verlauf nach topographischen Gegebenheiten, nach optischen Gesichtspunkten und nicht nach den "zufälligen" Linien des B-Plans gezogen wird. Die erforderliche Sicherheit kann z. B. durch unauffällige elektronische Technik erreicht werden. Dieser Zaun schlägt sinnvollerweise den Teich der Wasseranlage der Villa zu.
    Übergeordneter Gesichtspunkt des Zaunverlaufs und der Zaungestaltung muss es sein, die Einheit des Parks sowohl aus Sicht der Öffentlichkeit, als auch aus Sicht von Herrn Döpfner möglichst nicht zu stören. Entsprechend ist für die durch diesen Zaun durchschnittenen Wege eine Lösung zu finden, die diese Wege nicht endgültig zerschneidet, sondern z. B. durch zu öffnende, niedrige Türe, oder Tore diese Wege gegebenenfalls benutzbar und durchschreitbar zu machen. 

  2. Erlebbarkeit des Parks als Einheit
    Um die Einheit des Parks nicht nur optisch, sondern auch physisch erlebbar zu machen, sollte an bestimmten Tagen der Gesamtpark entweder der M. D. Gesellschaft, oder der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Über Anzahl der Tage und jeweilige Termine ist eine Regelung zwischen Stadt und der M. D. Gesellschaft herzustellen. 

  3. Spielplatz und "Waldspielgelände"
    An der Bushaltestelle ist lt. B-Plan ein Spielplatz vorgesehen. Ob der Spielplatz an dieser Stelle sinnvoll ist, muss die Stadt entscheiden.
    Aus unserer Sicht sollte im nördlichen Bereich, Richtung Pfingstbergstraße ein Bereich vorgesehen werden, der als Waldspielgelände für die zwei Kindergärten, oder andere Kindergruppen des Viertels während des Tages nutzbar ist.
Der Vorstand