Über uns

Die Nauener Vorstadt wird weitgehend geprägt durch einen besonderen Gebäudetyp zwischen freistehender repräsentativer Villa und Mietshaus, der am Ende des 19. Jahrhunderts für Offiziere und höhere Beamte entstand und heute hochwertiges Wohnen bietet. Dieser Stadtteil mit einem geschlossenen Stadtbild von hoher Gestaltungsqualität beherbergt außerdem weitläufige Parkanlagen und das Schloss Cecilienhof, das unter anderem durch die Unterzeichnung des Potsdamer Abkommens 1945 weltbekannt wurde.

Am Rande des Neuen Gartens liegt die Meierei-Gaststätte mit Schaubrauerei, die im Sommer 2003 eröffnet wurde. Im Park ist das einmalige Marmorpalais mit seinem unvergleichlichen Blick auf den Heiligen See zu finden. Ebenfalls sehenswert sind die Russische Kolonie „Alexandrowka“ mit schönen Holzhäusern russischer Bauart und die Russisch–Orthodoxe Kirche auf dem Kapellenberg sowie das restaurierte Belvedere auf dem Pfingstberg mit einer herrlichen Aussicht über Potsdam und die Umgebung, bei klarem Wetter bis weit nach Berlin.

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Die Nachbarschaftsinitiative am Neuen Garten zu Potsdam e.V. wurde durch Dr. Hans und Vivian Rheinheimer gegründet, und zwar bereits 1993, noch bevor der KGB das Viertel Am Neuen Garten geräumt hatte.

Anlass war, dass Familie Rheinheimer "über die Mauer weg", d. h. aus der Ferne und ohne das Viertel betreten zu können ein Haus am Neuen Garten gekauft hatte. Personen, die ebenfalls bereits vor Öffnung des Viertels an dem Kauf eines Gebäudes interessiert waren, oder Alteigentümer, die die Rückgabe ihres Eigentums erwarteten, fanden sich in dem Verein zusammen, um sich so in der damaligen ungewöhnlichen Situation zu stützen.

Mit Öffnung des Viertels 1994 wagten sich nach und nach weitere Käufer in die Nauener Vorstadt, die das Abenteuer wagten, halb verfallene und leer stehende Gebäude zu nicht unerheblichen Preisen zu kaufen und mit erheblichen Aufwendungen wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Da alle vor ähnlichen baulichen Problemen standen, tauschte man sich untereinander aus und fand sich nach und nach im neuen Verein zusammen.

Erster Vorsitzender Vereins war Dr. Hans Rheinheimer. 1999 folgte ihm Rüdiger von Maltzahn. Ab 2001 bis heute ist nun Prof. Jan Fiebelkorn-Drasen Vorsitzender des Vereins.2003 feierten wir dann unser 10-jähriges Bestehen unter Beteiligung des Ober- Bürgermeisters Jann Jakobs. Mit einer Ausstellung im Alten Rathaus und im Güldenen Arm präsentierte sich der Verein mit Dokumenten und Fotografien zum Wiederaufbau des Viertels der Potsdamer Öffentlichkeit.

Wichtige Aktivitäten waren damals die Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung zum B-Plan 48. Dieser Plan gibt seitdem unserem Viertel bauliche Struktur und Form. Es ging damals darum, durch was das Viertel bestimmt sein sollte: vornehmlich Wohnen, oder gewerbliche Nutzungen durchmischt von Botschaften. Auch gab es die Idee, im Augustastift die europäische Nato-Führungsakademie unterzubringen. Aus allen diesen hohen Erwartungen wurde zum Wohle des Viertels nichts. Das Viertel blieb, was von Beginn an war: ein stadtnahes, ruhiges Wohnviertel.

Eine weitere Gefahr drohte durch Spekulanten. Zum Beispiel bestand die Gefahr, dass die Villa Gutmann in die Hände eines niederländischen Spekulanten fiel, dessen Intention es war, am Jungfernsee eine dichte Terrassenbebauung zu realisieren. Dies hätte für die Bertinistraße eine Zerstörung der historischen Strukturen bedeutet. Das konnte nicht zuletzt durch Aktivitäten des Vereins, unterstützt durch den Nachbarverein der Berliner Vorstadt schließlich verhindert werden. Bereits damals wurde uns durch die Stadt zugesichert, dass die Villa Gutmann durch eine Sperrung der Bertinistraße geschützt werden sollte. Auch die  damals schon geplante Bebauung der „Pferdekoppel wurde daher so umgeplant, dass sie nicht über die Bertinistraße, sondern über die Nedlitzer Straße erschlossen wurde. Die Diskussionen über die Sperrung der Bertinistraße beschäftigt uns nun allerdings schon seit über 12 Jahren. Zwar sieht der inzwischen verabschiedete B-Plan 60 „Bertinistraße“ tatsächlich eine Abkoppelungnder Bertinistraße vom Bertiniweg vor. Diese Unterbrechung wird jedoch von den Anwohnern hinter der Sperre juristisch angefochten.

Diesen B-Plänen enthalten auch die Grundlagen für die verkehrliche Organisation im Viertel. In Abstimmung mit der Stadt wurde auf dieser Grundlage ein Verkehrskonzept entwickelt, das eine weitgehend gleichmäßige Verkehrsverteilung im Viertel sichert.

Gemeinsam mit den jeweiligen Anwohnern setzt sich der Verein für akzeptable Lösungen bei den fälligen Straßenerneuerungen ein.  Es geht letztlich darum, durch die Gestaltung der Straßen und Fußwege den Charakter des Viertels zu erhalten.

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Touristenbusverkehr, der in bestimmten Zeiten eine große Belastung für das Viertel darstellt. Von uns wurde daher das Konzept für ein alternatives Bussystem entwickelt, das die schweren Überlandbusse nach und nach aus der Stadt heraushalten und durch leichte Elektrobusse ersetzen könnte. Es zeigt sich allerdings, dass es ein mühsamer und langwieriger Weg ist, ein solches Konzept umzusetzen, obgleich bisher unsere Idee an den verschiedensten Stellen auf offene Ohren gestoßen ist.

In unserem Verein wird auch gerne gefeiert. So sind Feste und Veranstaltungen ein wesentlicher Bestandteil unseres Vereinslebens.

Häufig haben wir zusammen mit unserem Nachbarverein der Berliner Vorstadt gefeiert: Straßenfeste, Wanderungen, Bootsausflüge, Sommer- oder Winterbälle. Neuerdings haben wir uns mit den „Berlinern“ darauf geeinigt, dass das Sommerfest von uns und der Winterball von der Berliner Vorstadt durchgeführt wird.

Nicht zu vergessen sind die jährlichen Mitgliederversammlungen, bei denen die anstehenden Themen intensiv zwischen Vorstand und den Mitgliedern diskutiert werden können.